Besuch bei der Robert Jungk Bibliothek in Salzburg war sehr schön und interessant

vor kurzem durfte ich auf einer herrlichen Reise in Salzburg und Linz zu Gast sein in 2 spannenden Bibliotheken, die sich ähnlichen Themen wie die ZUKUNFTSBIBLIOTHEK in Wien widmen. Der Besuch war nicht nur sehr interessant, sondern auch eine Riesenfreude ; )
Hier ein Bericht zur Robert Jungk Bibliothek. Ein Bericht zur Friedensakademie wird folgen.

Die Robert Jungk Bibliothek wurde vom Publizisten und Zukunftsforscher Robert Jungk gegründet.

Jungk (1913* – 1995+), dessen 100. Geburtstag in kürze gefeirt wird, erregte im In- und Ausland mit seinen Publikationen und Reden  immer wieder Aufsehen und konnte viele Menschen für eine aufkeimende Friedens- und Umweltbewegung begeistern.

1985 machte er im ORF bekannt, dass er seinen privaten Buchbestand – damals etwa 3000 – 5000 Werke – öffentlich zugänglich machen möchte um eine internationale Bibliothek für Zukunftsfragen zu gründen.

Ein Teil seiner turbulenten Lebensgeschichte mit Wegen von Deutschland ins französische und über Umwege später schweizer Exil nach einer Verhaftung nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten, zahlreichen Zeitungs-Publikationen unter Pseudonym (Asylanten durften – und dürfen nach wie vor auch in Österreich – nicht arbeiten) und seine Lebensweise – sogar die gesamte Küche im Wohnhaus in Salzburg war bis in den Bachofen mit Büchern bestückt, Jungk und seine Frau gingen stets Essen – werden in seiner Geburtstags-Ausstellung thematisiert.

Zu Lebzeiten Jungks wurde die Bibliothek als Präsenzbibliothek geführt, das der Zukunftsforscher stehts auf alle seine Werke Zugriff haben wollte. Mittlerweile wird sie als Verleih-Bibliothek geführt, und etwa 6.000 Werke der bereits über 15.000 Werke sind öffentlich zugänglich und können ausgeliehen werden. Wie bereits seit der Gründung der Bibliothek für Zukunftsfragen ist nicht das Verleihwesen, sondern die wissenschaftliche Arbeit im Zentrum der Tätigkeit. Die Bibliothek befindet sich im Verbund der österreichischen öffentlichen Büchereien und ist mehrere Halbtage in der Woche öffentlich zugänglich. Die Stadt Salzburg ermöglicht es jährich ausgewählten Robert Jungk StipendiatInnen für einige Wochen Quartier in Salzburg zu beziehen um in der Robert Jungk Bibliothek zu forschen.

Hans Holzinger                                                                       Josef Kreitmayer

 

Mag. Hans Holzinger von der Robert Jungk Bibliothek für Zukunftsfragen hat mich sehr herzlich empfangen und sich mit seinem Kollegen Dr. Alfred Auer geduldig und unterstützend meinen Fragen zu Entstehung, Aufbau, Strukturen, und Möglichkeiten die ein derartiger Betrieb mit sich bringt, gewidmet.

Lieber Hans, lieber Alfred, es war mir eine große Freude, ganz lieben Dank, ich freu mich auf ein Wiedersehen!